11.12.2017
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St.-Bonaventura-Realschule Dillingen

Frankfurter Erklärung

Die jüngsten Entwicklungen und gewaltsamen Vorfälle gegenüber asylsuchenden Mitmenschen haben das Bedürfnis in den UNESCO-Projektschulen Deutschlands generiert, gegenüber der Öffentlichkeit einen klaren Standpunkt zu beziehen und für den Erhalt humanistischer Werte einzutreten. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Jahrestagung der LandeskoordinatorInnen und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen in Frankfurt/M am 26.02.2016 die folgende Resolution verabschiedet. Wir unterstützen diese Erklärung und veröffentlichen diese deshalb auf unserer Homepage.

"Frankfurter Erklärung der deutschen UNESCO-Projektschulen vom 26.02.2016

Die UNESCO-Projektschulen in Deutschland verurteilen die in den letzten Monaten zunehmenden Gewalttaten gegen Flüchtlinge als Verstöße gegen die Menschenrechte und gegen die grundlegenden Werte unserer Demokratie, denen wir als UNESCO-Projektschulen in besonderem Maße verpflichtet sind.

In der derzeitigen aufgeheitzten gesellschaftlichen Debatte appellieren wir an alle Beteiligten, zu einem umfassenden toleranten, respektvollen und konstruktiven Dialog zurückzukehren."


 

UNESCO-Projekt-Schulen

gehören zum internationalen Schulnetzwerk der UNESCO mit circa 7500 Schulen in fast allen 191 Mitgliedstaaten der UNESCO. In Deutschland gibt es 170 UNESCO-Projekt-Schulen.

Es sind ganz „normale“ Schulen mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Auf dem Stundenplan stehen die Menschenrechte, interkulturelles Lernen und der gerechte Ausgleich zwischen Arm und Reich in der Einen Welt.

Ziele und Schwerpunkte

Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt, so lautet das übergeordnete Bildungsziel der UNESCO-Projekt-Schulen.

Damit wollen sie einen Beitrag zu einer Kultur des Friedens leisten. Schwerpunkte der Arbeit sind

  • Menschenrechtsbildung
  • Demokratie- und Friedenserziehung
  • Interkulturelles Lernen
  • Globales Lernen
  • Umweltbildung und Erhalt kulturellen Erbes
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
Aktuelle Projekte

St. Bonaventura-Realschule Dillingen als UNESCO-Projekt-Schule offiziell anerkannt

Im Rahmen eines Festaktes wurde am 29. Januar 2015 dem Leiter der St.-Bonaventura-Realschule Dillingen Martin Bannert und der Schulkoordinatorin Agathe Lehr durch die Bundeskoordinatorin Brigitte C. Wilhelm die von der UNESCO in Paris ausgestellte Urkunde zur Anerkennung als UNESCO-Projekt-Schule überreicht. Lehrkräfte und Schüler erhielten damit die offizielle Bestätigung  für ihr 16-jähriges Engagement im weltweiten Schulnetzwerk der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen. In diese Zeit fiel eine Reihe von Aktivitäten im Sinne der Bildungsziele der UNESCO. Dazu gehörten beispielsweise wiederholte Aktionen zur finanziellen Unterstützung einer „Armenschule“ in Nordbrasilien, das Engagement zur Rettung des historischen Denkmals der „Simonsmühle“ bei Höchstädt sowie die internationale Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen europäischen Schulen im Rahmen verschiedener Projekte  wie dem Donau-Projekt “Leben am Fluss“. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildete dabei der Austausch bei gegenseitigen Besuchen von Schülern und Lehrkräften der Partnerländer.

In seinem Grußwort betonte Martin Bannert die Wichtigkeit der UNESCO-Erziehungsziele vor dem Hintergrund einer Weltlage, die durch jüngste Krisen und Konflikte zunehmend an Stabilität verliert. Landrat Leo Schrell gratulierte der Schule zu der Auszeichnung, die sie als einzige Realschule in der Region trägt. Als Vertreterin des Kultusministeriums lobte Oberstudienrätin Susanne Rolz die breit gefächerte UNESCO-Arbeit der Schule und dankte zugleich der gesamten Schulfamilie. Der stellvertretende bayerische UNESCO-Landeskoordinator Wolfgang Zirm hob in seiner Rede die lebendige und äußerst kreative Arbeit innerhalb der Schule, aber auch in der Öffentlichkeit hervor.

Zu dem gelungenen Festakt trugen das Blechbläser-Ensemble, Chorklassen und die Schulband sowie das versierte Catering durch die Hauswirtschaftsgruppe wesentlich bei.

Übergabe der Urkunde aus Paris von links: Schulkoordinatorin Agathe Lehr, Brigitte C. Wilhelm, Schulleiter Martin Bannert, Schülerinnen der UNESCO-Gruppe, Susanne Rolz vom Kultusministerium, Landrat Leo Schrell

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